…oder doch?
Trennen sich hier manchmal die Geister? Ist es wirklich für die Einen schwieriger als für die Anderen Beirat zu werden?
Wenn der Schein trügt
Manchmal hat man den Eindruck, dass bestimmte Personen immer und immer wieder für ein Beiratsmandat angesprochen werden. Für diejenigen Personen, die eben mal angesprochen werden, ob Sie als Beirat zur Verfügung stehen würden, scheint es leicht zu sein. Die Frage aber ist, war die Anfrage wirklich mal eben da oder sind diesem Weg nicht doch viele Einzelschritte voraus gegangen? Da kann ein jahrelanger Weg der Beiratssuche, des Networkings, des Sichtbarwerdens der eigenen Reputation vorausgegangen sein. Das will dann niemand gesehen haben. Fast immer haben diese Personen ins Networking viel Zeit investiert. Ganz oft sind diese Personen auch stark im Geben. Der Schein kann manchmal gewaltig trügen. Da gibt es das schöne Sprichwort: „Von nichts kommt nichts!“
Was hier hilft? Loslegen und anfangen! Werden Sie sichtbar, netzwerken Sie und werden Sie „Geber“!
Wenn Entscheider Sie auf die lange Bank schieben
Es kommt gar nicht so selten vor. Insbesondere wenn ein Unternehmen noch gar keinen Beirat hat, bekommen manche Entscheider manchmal kalte Füße. Dann sind andere Themen plötzlich wichtiger, weil die Aufsetzung und Integration eines Beirats Arbeit verursacht und dann lieber auf die lange Bank geschoben wird. Das lange Bank schieben finden wir in unserer heutigen Wirtschaftslage in vielen Bereichen wieder. Da warten Menschen auf Rückmeldungen von Beratern und Recruitern. Das warten Berater auf Rückmeldungen von Unternehmen. Da warten die Unternehmen…. Die Schleife geht immer weiter. Es wird Zeit, das „lange Bank schieben“ zu beenden. Das bringt nur Frust und fußt vor allem in Entscheidungsschwäche. Keine Entscheidungen zu treffen, bringt niemanden voran, es lässt uns alle nur in einen Dornröschenschlaf fallen:
Also: Packen wir´s und kommen da raus. „Entscheidungen treffen und umsetzen“ sind gefragt!
Wenn die Kompetenzen nicht gefragt sind
Die Entscheider:innen sind dafür verantwortlich, ihren Beirat zusammenzustellen. Hoffentlich divers. Welche Kompetenzen gebraucht werden, liegt also beim Entscheider und da wird nach der Gegebenheit des Unternehmens, deren Herausforderungen und Personen entschieden.
Manchmal ist der Fall auch gänzlich umgekehrt. Als Außenstehender würde man behaupten, die brauchen diese Kompetenz doch unbedingt. Doch der Entscheider will nicht. Die Gründe sind unterschiedlich: vielleicht aus Unsicherheit, Falscheinschätzung oder schlichtes Desinteresse.
Eines kann man festhalten: Es gibt keine Pauschalaussage, warum bestimmte Kompetenzen nicht gefragt sind. Einige sind vielleicht derzeit gefragter, als andere; weil sie schlicht ein Problem am Markt oder im Unternehmen lösen. Das ist aber wandelbar und wird stetig im Entwicklungsfluss bleiben.
Da hilft nur eins: Klären Sie ihre Kompetenzen, zeigen Sie diese und bilden Sie sich weiter!
Wenn der Weg zur Berufung sich endlos anfühlt
…teilweise nachvollziehbar. Da hat man sich entschlossen, sein geballtes Wissen und Netzwerk als Beirat zur Verfügung zu stellen und dann fühlt es sich so an, als wenn es keiner haben will. Was für eine Farce. Unternehmen, denen es wirtschaftlich nicht gut geht, haben vielleicht über Jahre verschlafen, sich Profis und entscheidende Sparringpartner in den Beirat zu setzen. Da sitzt entweder keiner am Beiratstisch oder vielleicht nur best friends. Für 2 Seiten ein „Schade“ – für denjenigen der Geholfen hätte und für denjenigen, der Hilfe hätte haben können. Es wird Zeit, dass noch mehr Unternehmen aufwachen und den Wert eines Beirats verstehen.
Trotzdem muss gesagt werden, dass es derzeit normal ist, länger auf eine Mandatsberufung zu warten. Vertrauen muss aufgebaut werden und eine Entscheidung muss getroffen werden. Der Frage nach der Passung geht nun mal die Sichtbarkeit voran. Und hier darf sich jede:r ganz ehrlich fragen, was man denn bereit war zu tun für mehr Sichtbarkeit. Was ist man bereit zu tun?
In diesem Sinne: Wenn Sie keiner kennt, keiner sieht, keiner empfiehlt; vielleicht noch nicht einmal weiß, dass Sie als Beirat zur Verfügung stehen würden- WAS soll dann WERDEN?
Legen Sie los und lassen Sie sich nicht aufhalten! Wir brauchen gute Beiräte!
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