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Schatten-Networking

Haben Sie schonmal von Schatten-Networking gehört?

Ein Begriff, der so eigentlich nicht genannt werden möchte. Schatten-Networking ist Networking, welches im Verborgenen stattfindet, meist in inoffiziellen und exklusiven Kreisen. Das führt dazu, das Top-Kandidaten:innen gar nicht erst wahrgenommen werden, weil sie eben nicht zum inneren Kreis gehören. Diese Personen des inneren Kreises scheinen manchmal unnahbar zu sein, nicht erreichbar. Das ist manchmal frustrierend und den einen oder anderen bringt es sogar zum Verzweifeln. Das muss es aber nicht.

Das Wort Networking oder Netzwerken beschreibt es ja schon ganz treffend. Ein Netzwerk besteht aus verschiedenen Netzwerkpunkten, die in ihrer Gesamtheit mit einander verbunden sind.

Das bedeutet also im Umkehrschluss, dass auch Sie ein Netzwerkpunkt in diesem Netzwerk werden können.

Für die Berufung in ein Beirats- oder Aufsichtsratsmandat ist das Netzwerk auf das jeweilige abzielende Mandat von ganz entscheidender Bedeutung. Es hilft also nicht, frustriert darüber zu sein, in Netzwerke nicht eintreten zu können. Sondern vielmehr bringt es Sie nur weiter, wenn Sie sich auf den Weg machen, in das entsprechende Netzwerk einzutreten. Jedoch gibt es einen wichtigen Schritt, der zuvor gegangen werden muss, sonst treten Sie in ein Netzwerk ein, in das Sie gar nicht kommen wollten und Sie auch nicht weiterbringt. Das ist etwas, was ich im Übrigen öfters sehe.

Dieser wichtige Schritt, der zuvor getan werden muss, heißt Zielgruppenanalyse. Es ist absolut fatal, sich mit diesem wichtigen Thema nicht auseinanderzusetzen. Wenn Sie einen neuen Job haben möchten, überlegen Sie sich doch vorher auch, wohin Sie gehen wollen. Wenn Sie ein Unternehmen aufbauen, müssen Sie diesen wichtigen Schritt auch ausführen. Warum sollte es auf den Weg in ein Beirats- oder Aufsichtsratsmandat anders sein?

Halten Sie sich nicht an dem Satz fest, weil man ja berufen wird. Ja, Sie werden berufen, aber nur, weil man Sie und Ihre Expertise kennengelernt hat. Und zudem: auch Sie möchten nicht Beirat oder Aufsichtsrat für irgendein Unternehmen sein. Auch Sie haben eine Affinität zu Branchen, Unternehmensgröße, Unternehmenskultur, Führungskultur usw. Nur wer sich ernsthaft damit auseinandersetzt, für welches Unternehmen er sich auf den Gremienstuhl setzen möchte, wird auch erfolgreich damit sein und auch viel erfüllter.

Daher: überlegen Sie genau, wer denn in Ihre Zielgruppe fällt!

Für welches Unternehmen würden Sie gerne Beirat sein? Welche Branchen, Unternehmensgröße, -kultur usw. sind nicht nur spannend für Sie, sondern liefern Sie auch echten Mehrwert? Umso klarer Sie selbst sind, um so einfacher ist es auch herauszufinden, wo Ihre Zielgruppe und der entsprechende Entscheider zu finden sind. Macht das Arbeit? Ja! Vor allem mentale Arbeit. Wenn man sich damit nicht ernsthaft auseinandersetzt, ist das sonst ein bisschen so wie „Dusch mich, aber mach mich nicht nass!“! Sie werden dann nicht in den inneren Kreis gelangen, in den Sie eigentlich möchten.

Wenn Sie wissen, wohin Sie gehen möchten, werden Sie auch ankommen. Und dann, wird sich der Begriff Schatten-Networking für Sie in Luft auflösen.

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